WordPress.com – Der Einstieg ins Bloggen für jedermann

27. Juli 2014 um 18:05 Uhr

Ein gutes Buch gelesen, aber keiner der Bekannten interessiert sich für das Resümee? Oder begeisterter Songwriter, aber für das eigene Notizbuch sind die Werke zu schade? Ein virtuelles Fotoalbum oder direkt das Tagebuch, was nicht nur für die eigenen Augen bestimmt sein soll, aber keine Ahnung, wo und wie? Im Internet gibt es eine unüberschaubar große Anzahl von Internetseiten, bei denen man seinen eigenen Blog anlegen kann. Der Wunsch nach Individualität, aber gleichzeitig die Abneigung etwas dafür zu bezahlen, lässt viele bei kostenlosen Homepagebaukästen mit eigener Domainendung vorbeischauen, aber wer über kurz oder lang eine eigene Seite mit .de oder .com Endung haben will, sollte sich wordpress.com, als ersten Schritt in diese Richtung genauer anschauen.

WordPress.com hat, wie auch der Name, der oft für Verwechslungen sorgt, vermuten lässt, sehr viel mit WordPress.org gemeinsam. Der entscheidende Vorteil ist aber, dass man weder eigenen Webspace, noch einen eigenen kostenpflichtigen Domain benötigt. Erstellt man sich auf WordPress.com seinen eigenen Blog, dann kann man sich seine eigene Internetadresse nach dem Muster EigenererBlogname.wordpress.com anlegen. Gegen eine kleine Gebühr kann man sich aber auch eine Domain ohne wordpress am Ende erstellen. Die Domainendung “.com” kostet beispielsweise 15 Euro pro Jahr. Die Benutzeroberfläche ist baugleich zum Backend von WordPress.org, was den späteren Umstieg erleichtert. Der Umfang ist auch vergleichbar. Standardmäßig hat man zum Beispiel 3 GB kostenlosen Speicher zur Verfügung, kann aber auch kostenpflichtig Upgraden und sich damit auch weitere Möglichkeiten sichern. Wie bei WordPress.org kann man Beitragsbilder einfügen und mit verschiedenen Formatierungen den Beitrag in Abschnitte unterteilen oder eine gewisse Individualität verpassen.
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WordPressblogs werden, wie normale Blogs auch bei Google gelistet und können mit bestimmten Suchmaschinentools für diese optimiert werden. Da für Suchmaschinen auch die Ladegeschwindigkeit von Seiten mitentscheiend ist und man auch seinen potentiellen Lesern keine langen Ladezeiten zumuten möchte, sollte man vor dem Hochladen von Bildern nicht nur im Hinblick auf den Speicherplatz die Bilder komprimieren. Es gibt kein richtiges oder falsches Seitenverhältnis und auch kein “zu groß” für Bilder, weswegen man selbst beim Upload etwas rumprobieren muss. Hat man seinen eigenen Blog erstellt und einige Beiträge geschrieben, kann man sich jetzt daran erfreuen oder durch gezielte Werbung Leser generieren. WordPress selbst bietet dafür auch schon einige Optionen und ist für den Einsteiger deswegen gut geeignet.

Selbst größere Unternehmen nutzen WordPress.org, weswegen man zum Einstieg mit WordPress.com nichts falsch machen kann

Selbstverständlich gibt es aber noch mehr empfehlenswerte Seiten, auf denen man unkompliziert und schnell, aber auch mit dem gewissen Ehrgeiz einzigartige Blogs aufbauen kann, aber in Hinblick, dass auch größere Firmen mit WordPress.org arbeiten, ist es nicht verkehrt, erste Erfahrungen mit der kostenfreien WordPressvariante zu sammeln. WordPress.org ist zwar auch kostenfrei, muss aber auf dem betreffenden und meistens nicht kostenfreien Webspace installiert werden und dieser muss wiederum mit einem Domain verknüpft werden. Internetadressen kann man sich aber schon für wenig Geld sichern, aber für den geneigten Hobbyblogger ist die komplett kostenfreie Variante nicht nur für die ersten Schritte mehr als ausreichend. Wer aber plant mittelfristig seine Seite weiter zu individualisieren, der kommt um WordPress.org oder andere Software, welche man mit Plugins erweitern kann, nicht herum. Bei der “com”-Variante sind zwar auch Funktionen, wie das Sharen vorhanden, aber wer beispielsweise mit Facebooklogins für die Kommentarfunktion arbeiten möchte, wird nur bei WordPress.org fündig. Selbst gehostete Seiten haben zudem den Vorteil, dass man unkompliziert mit der Seite umziehen kann, aber man muss sich auch um den Schutz vor Hackern und Co. selbst kümmern.

Fazit

Wer mit dem Gedanken spielt einen eigenen Blog ins Leben zu rufen, sollte sich WordPress.com unbedingt anschauen. Inzwischen arbeiten aber auch andere kostenfreie Anbieter, wie zum Beispiel blogspot mit ähnlichen Benutzeroberflächen, aber WordPress bietet nicht zuletzt durch die große Community erhebliche Vorteile. Für die gewerbliche Nutzung oder den Wunsch nach einem eigenen Domain kommt man als Anfänger aber nur schwer um WordPress.org herum. Für die Kosten, die man mit einem eigenen Internetadresse bei WordPress.com hätte, kann man sich auch eine eigens gehostete Seite aufbauen. Da derzeit auch keine .de Endungen verfügbar sind, ist man im deutschsprachigen Raum zumindest von anderen Anbietern abhängig.
Ich selbst begann auch mit einem kleinen Blog auf WordPress.com und konnte damit sehr einfach bei meiner ersten redaktionellen Arbeit auf WordPress.org umsteigen. Inzwischen weiß ich zwar die Unterschiede sehr zu schätzen, aber meinen “alten” WordPress.com-Blog nutze ich noch immer und ich würde auch für neue kleinere Projekte diese erst einmal dort ausprobieren und später umsteigen.