Rubberbands – Schmuck aus Gummibändern

9. September 2014 um 21:47 Uhr

Jeder, der selbst Kinder im Kindergarten – oder Grundschulalter hat, kennt es: Die Kleinen kommen Nachmittags nach Hause und haben von den anderen Kindern etwas total tolles gezeigt bekommen, was man am Besten auf der Stelle kauft und mit ihnen spielt oder bastelt. Ein neuer solcher Trend hält derzeit`Einzug in deutschen Kinderzimmern, aber auch Wohnzimmer und Küchen werden zur kreativen Bastelstube: Rubberbands. Die kleinen bunten Gummibänder werden von Amazon als “Hipper Schmuck aus coolen Gummis” angepriesen, doch was verbirgt sich hinter diesen neusten Schrei und wie sieht es mit dem Langzeitspaß aus?

Jeder Trend hat seine Zeit und damit auch ein vorhersehbares Ende. Ich kenne niemanden, der noch aus Bügelperlen oder Fenstermalfarben Meisterwerke erschafft und zum Beispiel auch mit Scoubidou-Bändern kann heute kaum noch jemand etwas anfangen. Hat man selbst ein Kind unter 10 oder beaufsichtigt zumindest ab und zu eins, dann wird man auch den neusten Trend kennen: Rubberbands. Die kleinen Gummibänder haben beginnend aus den USA langsam aber sicher viele Länder überrannt und Kinderzimmer eingenommen. Wie bei den anderen Spielereien lässt sich hier wieder fragen: Sinnvoll? Pädagogisch wertvoll und lang anhaltender Spaß?

Noch so ein sinnloses Zeug, was Kinder heute gut finden und morgen in der Ecke liegt

Hervorzuheben ist, dass Rubberbands, nicht wie die meisten Videospiele, einen kreativen und motorischen Zweck erfüllen. Bastelt das eigene Kind nicht stundenlang riesige Legobauten, kann dieses kreative Spielzeug eine gute Alternative zu Rennspielen und Pokémon sein.

Verwendung

Entschließt man sich dem Drängen der Kinder nachzugeben oder auch, wenn man es selbst einmal versuchen möchte, sollte man direkt zu einem kompletten Kasten greifen. In diesen sind nicht nur einige verschieden farbige Bänder, sondern auch die nötigen S-Clips und Hilfsmittel enthalten. Die S-Clips werden für das Verschließen der gebastelten Bänder verwendet. Für die ersten Bänder sind zudem kleine Stäbe mit Haken enthalten, aber auch für größere Projekte sind spezielle Aufschnürhilfen vorhanden. Die ersten Versuche sollten entweder nach Videoanleitung erfolgen oder das Kind sollte direkt als Experte fungieren. Im Internet findet man aber auch viele verschiedene Knüpfmethoden, die sowohl fordernd, als auch abwechslungsreich sind. Die Standartmethode ist aber zumindest für Anfänger verständlich und man kann mit kleinen Schmuckstücken (Buchstaben, Perlen) die Bänder verschönern.

Preis

Preislich bewegen sich Rubberbands im mittleren Segment. Ein einfacher Koffer mit diversen Farben und Haken kostet um die 20 Euro und man kann damit sicherlich einige Dutzend Bänder anfertigen. Damit dürfte das Preisniveau ungefähr auf dem Level von Bügelperlen und Fenstermalfarben liegen.

Langzeitspaß

Wie bei jeden Trendspielzeug sollte man vielleicht nicht direkt einen 2-Jahres-Vorrat kaufen. Nach einigen Wochen ist jedes Handgelenk mit mindestens fünf Bändern verziert und die Ideen gehen aus. Spätestens wenn auch der Hund drei Halsbänder aus Rubberbands hat und jeder Schlüssel einzeln einen Schlüsselanhänger hat, muss der nächste Trend her. Tägliches Basteln sollte man somit vermeiden und vielleicht nach einigen Wochen die Rubberbands wieder hervorholen und die Kreativität neu beleben.

Fazit

Trend hin oder her: Rubberbands sind ein netter Zeitvertreib, der Geduld und Geschick erfordert. Aufgrund der Größe sollte es aber nicht in die Hände von Kleinkindern geraten. Für alle anderen großen und kleineren kreativen Bastler sind Rubberbands aber uneingeschränkt geeignet.