POP UP Erde von Romberg – Nur leicht und kompakt?

20. Juli 2014 um 18:16 Uhr

Bedenkenlose KaufempfehlungBei subtropischen Temperaturen verkriecht man sich entweder in den eigenen vier Wänden oder setzt sich vorzugsweise an den eigenen Pool im Garten. Wer selbst keinen Garten hat, kann aber auch auf dem Balkon Sonne tanken, muss dann aber meistens nicht nur auf das kühlende Nass, sondern auch auf blühende Vielfalt verzichten. Nicht nur, wenn man keinen grünen Daumen hat, gibt es diverse Hindernisse, die dem Pflanzenglück im Weg stehen könnten. Viele scheuen zum Beispiel, vor allem, wenn man eher nicht im Erdgeschoss wohnt, das mühsame Beschaffen von Pflanzen, Samen, Erde und Co., aber zumindest für den letzten Punkt gibt es inzwischen gute Lösungen: Pop Up Erde.


Wer schleppt schon gerne schwere Säcke?

Wer schleppt schon gerne schwere Säcke?

Aus 600 Gramm werden 10 Liter hochwertige Erde

Eins vorweg: Ich habe weder einen grünen Daumen, noch weiß ich, warum eine gute Erde torffrei sein sollte oder welche Mineralien und Nährstoffe eine gute Erde haben sollte. Der Testbericht ist damit wirklich ein Laientest und sollte jemand feststellen, dass mein Urteil Mängel enthält, dann ist das zwar schade, aber ich teste mit meinem Wissenstand und nicht wie ein Landschaftsarchitekt es wohl machen würde. Ich hatte vor einigen Monaten die Gelegenheit die Pop Up Erde der Firma Romberg während einer Testaktion ausprobieren zu können. Inzwischen sind beide Testpakete alle und ich kann auch eine Langzeiturteil verkünden. Ob und wie mir die Erde gefallen hat, könnt ihr hier nachlesen.

Verpackung

Die Verpackung ist schlicht, aber ansprechend und informativ gestaltet. Der Tragegriff macht den Transport einfach und man hat keine Angst, dass der Griff abreißt oder die Verpackung durch das Gewicht oder durch eventuelle Zusammenstöße mit spitzen Gegenständen Schaden nehmen könnte. Ich konnte das 10 Liter Paket testen, was insgesamt nicht einmal 10 cm hoch und breit und passt damit auch in Fahrradkörbe oder ähnliches. Sollte man einmal versucht haben mit dem Fahrrad normale Erde nach Hause zu transportieren, dann weiß man, warum ich das hier erwähne. Das von Romberg angegebene Gewicht von 600 Gramm habe ich nicht überprüft, aber zumindest wog es nicht wesentlich mehr.

Handhabung und Verwendung

Das klein aussehende Päckchen Erde soll man laut Anleitung zunächst mit einem Liter lauwarmen Wasser füllen und die Erde quellen lassen. Später kommen weitere zwei Liter Wasser hinzu, bis die Erde ihr volles Volumen erhalten hat. Die zunächst aufkeimende Befürchtung, dass die Erde deswegen extrem feucht sein könnte, bestätigte sich zum Glück nicht. Nach wenigen Minuten konnte ich 10 Liter torffreie Erde für die Neuaussaat von Kräutern verwenden. Hier zeigte sich auch ein weiterer Vorteil der Verpackung: Der Standbeutel, wie er auch auf der Homepage von Romberg angepriesen wird, erfüllt voll seinen Zweck. Leider ist der Beutel, wenn erst einmal mit Wasser befüllt, nur umständlich und vorsichtig transportierbar, aber wenn erst einmal etwas Erde aus dem Säckchen entnommen wurde, kann man auch wieder sehr bequem die Erde hin und her tragen. Die Erde wirkte sehr locker und hatte einen angenehmen Geruch. Das die Erde komplett aus Kokossubstrat besteht, riecht man hingegen nicht. Zudem ist die Erde bereits mit Dünger versetzt, weswegen man erst nach vier bis sechs Wochen wieder düngen muss. Besonders gutes Wachstum oder andere weitere Vorteile konnte ich hingegen nicht feststellen. Erst einmal im Topf konnte ich keinen Unterschied zu anderen höherwertigen Erden erkennen. Wer aber bisher nur billigste Erden verwendet hat, bei denen man sich teilweise mit größeren Brocken oder gar Stöckchen rumschlagen musste, wird hier positiv überrascht.

Fazit

Zugegeben: Die Erde ist teurer, als wenn man im Baumarkt oder im Supermarkt normale Erde kauft und liegt preislich ungefähr auf dem Niveau von guter Erde aus dem Blumenladen, aber der Preis ist auch gerechtfertigt. Nicht nur, dass sie wirklich leicht und kompakt und trotzdem sehr ergiebig ist, sondern auch die Pflanzergebnisse können überzeugen. Man kann zwar keine Wunder erwarten, aber zumindest ist man mit dieser Erde von unliebsamen Folgen gefeit. Die Pop Up Erde ist damit nicht nur für schlepp-faule Hobbygärtner geeignet, sondern auch höheren Ansprüchen kann sich gerecht werden.