Fritz Kola – Überteuerte Limonade oder die Revolution der Cola?

18. September 2014 um 14:06 Uhr

Früher nur vereinzelt in großen Getränkemärkten erhältlich oder über das Internet beziehbar, gibt es Fritz-Kola inzwischen fast überall und nicht selten fragen sich potentielle Käufer: Wieso ist das Zeug so teuer?
Rechtfertigt der Geschmack den Preis und was macht den Erfolg aus?

Koffeinhaltige Limonaden sind seit Jahren bei vielen im täglichen Leben nicht wegzudenken, aber Ärzte raten vom täglichen Konsum ab. Das Für und Wieder ist umstritten, aber am Ende kommt es ohnehin nur darauf an, ob es schmeckt. Zu schmecken scheint vielen eine Limonade aus Hamburg: Fritz-Kola. Inzwischen gibt es von den beiden Schöpfern auch andere Limonaden, Schorlen und Mixgetränke, wie zum Beispiel Cola plus Kaffee. Diese zusätzliche Extravaganz lasse ich aber außen vor und beschränke mich auf das ursprüngliche Erfolgsprodukt. Die Cola an sich ist äußerlich wie jede andere: Schwarz, mit erkennbarer Kohlensäure und auch der Geruch ist nicht auffällig. Auffällig ist hingegen, dass es die Cola nicht in Großflaschen gibt. Seit einiger Zeit gibt es zwar auch 0,5 Liter Glasflaschen, aber sonst gibt es nur 0,33 Liter Flaschen und diese auch nicht in der sonst verwendeten Plastikausführung. Damit wirkt das Getränk automatisch wertiger und man könnte unterstellen, dass der Gewollte Verzicht auf größere Flaschen den übertriebenen Konsum verhindern soll. Da über dies hinaus mit “vielviel Koffein” nicht nur geworben wird, sollte man vom Genuss größerer Mengen sowieso absehen. In 100 ml Fritz-Kola stecken 25mg Koffein. Zum Vergleich: In “Coca Cola” ist der Koffeingehalt mit 10 mg/100ml wesentlich geringer.

Fritz-Kola schmeckt einfach nach Cola.

Aber nicht nur beim Koffeingehalt sind Unterschiede erkennbar. Fritz-Kola wurde gezielt als “Indie”-Getränk geschaffen. Die Macher wollte das Cola-Monopol durchbrechen und nach einigen Jahren, in denen die Cola nur in der Szenegastronomie bekannt war, stehen auch in vielen Supermärkten neben Coca-Cola und Pepsi inzwischen auch Fritz-Kola-Flaschen.

Geschmack

Fritz-Kola schmeckt weniger süß als handelsübliche koffeinhaltige Limonaden und hat einen kräftigeren Geschmack. Zudem erkennt man eine deutliche Zitronennote. Zudem wirkt sie weniger schwer als andere Colas.

Preis

Egal, ob Szene, Indie oder Extravaganz: Alles hat seinen Preis und bei der Fritz-Kola ist dieser nicht unerheblich. Von einer Cola, für die man 2,40 Euro pro Liter bezahlt, sollte man schon sehr guten Geschmack und ein gutes Gewissen erwarten. Die Cola ist zwar vegan und Glasflaschen habe eine gute Umweltbilanz, aber die Zutaten sind weder fair trade, noch bio. Für diesen Preis verwunderlich, aber man darf auch nicht vergessen, dass es sich um einen kleinen Betrieb handelt, der nicht über die Masse den Preis drücken kann.

Fazit

Fritz-Kola schmeckt anders und mit einer Glasflasche fühlt sich der Konsum auch anders an, aber für mindestens 79 Cent pro 0,33 Liter Flasche ist das Getränk kein Schnäppchen, aber sehr wohl ein Genussmittel für entspannte Runden mit Freunden. Ob der Geschmack oder der höhere Koffeingehalt als ausreichende Preisrechtfertigung ausreichen, muss aber jeder für sich selbst entscheiden.